Die Hohe Tatra – die kleinste Perle der Hochgebirge

Den Wanderern steht in der Hohen Tatra eine große Auswahl an markierten Wanderwegen zur Verfügung. Das Angebot reicht von kurzen Wanderungen um Seen und Ortschaften über Halbtagestouren durch die Täler bis zu anspruchsvollen Routen auf Pässe und Gipfel; beliebte Ziele der Bergsteiger sind Gerlsdorfer, Lomnitzer und Eistaler Spitze, Rysy und das nationale Symbol Krummhorn. Für Radtouren bieten sich die ausgeschilderten Radstrecken des Nationalparks an; leichte Touren führen durch romantische Täler und enden oft an einem Bergsee mit Hütte, mehr Kondition verlangen die Rundwege von Tatranska Lomnica (Länge 27,5 km) und Poprad (Länge 47 km). Im Winter können sich Skifahrer in neun schneesicheren Skigebieten mit einer Pistenlänge von insgesamt 58 km sportlich betätigen, als bekannteste Skizentren gelten Jasna, Strbske Pleso, Tatranska Lomnica und Zdiar. Kulturelle Ziele sind die mittelalterliche Stadt Kezmarok, Schloss Strazky, die Zipser Burg, das Kloster Cerveny und die Kirche von Schigra; lohnend ist ebenfalls ein Besuch in den Freilichtmuseen und Thermalbädern der Region. Einen guten Ausgangspunkt für Unternehmungen in der Hohen Tatra bildet die gemütliche Familienpension Tatra (www.pension-tatra.com) in dem malerischen Goralendorf Zdiar. Das deutschsprachige Personal gibt Ausflugstipps und bietet Führungen bei Touren an; jeder Urlaubstag wird hier bereits bei Sonnenaufgang zu einem Erlebnis, denn Zdiar trägt einen besonderen deutschen Namen – Morgenröte.

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Die Hohe Tatra steht als grenzübergreifender Nationalpark und Biosphärenreservat der UNESCO unter besonderem Schutz. Der größte und älteste Nationalpark der Slowakei (TANAP) weist inklusive der polnischen Gebiete eine Gesamtfläche von 1.045 km² auf; er wird von einem dichten Wanderwegenetz mit 600 km Länge und 22 Radwanderwegen durchzogen. Im ganzen TANAP-Schutzgebiet gelten strenge Verhaltensregeln in Bezug auf Übernachtung, Wegenutzung und Sportaktivitäten wie Klettern, Skifahren und Paragliding, das Mitführen von Hunden ist überall verboten. Ein dichter Waldbestand aus Fichten, Tannen, Kiefern, Lärchen, Ahornen und Buchen bedeckt rund 70 % der Parkfläche. Wälder und Wiesen bieten Platz für 1.400 Pflanzenarten, wovon 37 Arten endemisch sind; Hahnenfuß, Enzian und Edelweiß erinnern an die alpine Flora. Der Nationalpark ist ebenfalls Lebensraum seltener Tierarten wie Steinadler, Auerhähne, Uhus, Luchse, Wildkatzen, Braunbären und Wölfe.

Die reizvollen Bergketten und Tallandschaften der Hohen Tatra befinden sich in der nordöstlichen Slowakei direkt an der Grenze zu Polen; die Bergzüge sind das höchste Teilgebirge der Karpaten und gelten flächenmäßig als kleinstes Hochgebirge der Welt. Der Hauptkamm weist bei einer Länge von 27 km ein ausgeprägtes alpines Hochgebirgsrelief mit Graten, Kaminen und Steilwänden auf, insgesamt erreichen 24 Berggipfel Höhen über 2.500 m; zusammen mit den Nebenkämmen gibt es rund 300 Gipfel, die höchste Erhebung bildet die Gerlsdorfer Spitze (2.655 m ü. NN). Durch die Eiszeit entstanden zahlreiche Bergseen wie Tschirmer See, Steinbachsee, Großer Hinzensee und Grüner See; die Gebirgsbäche an den Talflanken werden oft von spektakulären Wasserfällen unterbrochen, besonders sehenswert sind die 80 m hohen Kaskaden des Kmet’-Wasserfalles im wilden Nefzertal. Im Untergrund der Hohen Tatra verbergen sich ausgedehnte Höhlensysteme mit Ganglängen bis zu 24 km, von den über 300 bekannten Höhlen ist jedoch nur die Belaer Höhle der Öffentlichkeit zugänglich. Die ursprüngliche Natur, die klare Bergluft und zahlreiche Mineral- oder Thermalquellen führten zur Entwicklung von anerkannten Heilbädern und Luftkurorten wie Strbske Pleso, Poprad, Lucivna und Vrbov. Große Vorteile der Urlaubsregion Hohe Tatra sind neben den Naturschönheiten und Freizeitmöglichkeiten die gute Erreichbarkeit, die touristische Infrastruktur mit Seilbahnen, Berghütten, Skigebieten, Wander- und Radwegen sowie das niedrige Preisniveau.

Sardinien oder wenn das Meer smaragdgrün funkelt

Für Strandurlaub-Liebhaber bietet das Mittelmeer bekanntlich viele schöne Ziele und dabei wird man sicherlich auch Sardinien ins Auge fassen. Die fast 25.000 Quadratkilometer große Insel gehört zu Italien und liegt gut 200 Kilometer vor der italienischen Westküste, durch das Tyrrhenische Meer getrennt. Sie ist etwa 270 Kilometer lang, während die Breite ca. 140 Kilometer beträgt. Sardinien zählt etwas mehr als 1,5 Millionen Einwohner, wobei neben der italienischen Sprache auch der sardische, korsische oder katalanische Dialekt gesprochen wird.

Auf dieser Mittelmeerinsel herrscht vorwiegend mediterranes Klima vor und das bedeutet, dass es zwischen Anfang Juli und Ende August schon mal unerträglich heiß werden kann. Wer bis zu 40 Grad gut vertragen kann, der wird sich dann allerdings auch über das entsprechend angenehm warme Meer freuen. Wer milde Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad vorzieht, der plant seinen Urlaub besser für die Monate April, Mai, Juni oder September, eigentlich eine ideale Zeit, um an diversen Freizeit- oder Sportveranstaltungen teilzunehmen. Doch selbst dann braucht man auf das Meervergnügen nicht gänzlich verzichten, reicht doch die Badesaison teilweise bis in den Oktober hinein.

Die Landschaft auf Sardinien ist recht abwechslungsreich und zum größten Teil bergig, jedoch gibt es nur wenige hohe Gipfel. Die Insel verfügt über auffallend viele Natursehenswürdigkeiten, etwa die aus dem Meer ragenden roten Felsen von Arbatax. Interessant zu besichtigen ist auch die Grotta del Bue Marino – ein aus zwei Teilen bestehendes Höhlensystem mit zahlreichen Tropfsteinformen und Felszeichnungen aus der Jungsteinzeit. Eine nette Idee für einen Ausflug stellt ferner die Neptungrotte dar, welche einen Meter über dem Meeresspiegel liegt und daher entweder nur per Boot oder über 600 Stufen zu erreichen ist; sowie der sogenannte Elefantenfels – ein paar Meter hoher Felsbrocken, der, wie der Name schon sagt, einem Elefanten ähnelt.

Doch für Badefans dürfte Sardiniens, über 1.000 Kilometer lange, Küste vom größten Interesse sein. 640px-Orosei-Osala_beachZu den bekanntesten Abschnitten zählt zum einen die Costa Smeralda im Nordosten, die den Namen wegen des smaragdfarbenen Meerwassers trägt. Sie zeichnet sich sowohl durch zerklüftete Granitfelsen als auch durch hübsche Sandstrände aus. Dies trifft ebenfalls auf die grüne Küste Sardiniens, die Costa Verde im Südwesten, zu. Diese verdankt ihren Namen wiederum der herrlichen grünen Natur, die es drumherum gibt. Wer außer einem schönen Strand auch noch die eine oder andere romantische Bucht wünscht, der findet jede Menge davon an der Südküste, der Costa del Sud.