Tango ist nicht alles in Buenos Aires

Mit Buenos Aires assoziiert man üblicherweise den Tango. Und in der Tat hat es schon seinen Grund,Avenida_de_Mayo,_Buenos_Aires warum diese argentinische Weltmetropole als Hauptstadt des Tango gilt. Es gibt wohl keinen anderen Ort auf der Welt, wo dieser temperamentvoller Tanz derart beliebt ist und zwar in allen Bevölkerungsschichten, wo es so viele Schulen gibt, um diesen zu erlernen. Doch was wohl weniger bekannt sein dürfte – die Hauptstadt Argentiniens hat in puncto Kultur im großen und ganzen so einiges zu bieten. So gibt es zahlreiche Kulturzentren, in denen diverse Veranstaltungen angeboten werden, darunter Konzerte oder Kunstausstellungen. Die Stadt darf sich rühmen, Opernhäuser und mehrere Theater zu besitzen sowie eine Reihe interessanter Museen. Das vielleicht bedeutendste ist das Kunstmuseum Museo Nacional de Bellas Artes, welches auf einer Fläche von weit über 4.000 Quadratmetern mehr als 12.000 Werke beherbergt, unter anderem Keramiken oder Skizzen. Ein weiteres bedeutendes Museum stellt das Museo Nacional de Arte Decorativo dar, in dem neben Gemälden und Skulpturen auch ostasiatische Kunst ausgestellt ist. Und wer sich besonders für moderne Kunst interessiert, dem sei das Museo de Arte Moderno empfohlen, in welchem unter anderem auch die Werke Kandinskys bewundert werden können.

Ebenso ist Buenos Aires reich an architektonischen Sehenswürdigkeiten. Eine der wichtigsten mag wohl der Palacio Barolo sein. Hierbei handelt es sich um ein kurz nach dem 1. Weltkrieg errichtetes Bürogebäude, welches 22 Stockwerke hat und rund 100 Meter hoch ist. Dabei ist der sich auf dem Dach des Gebäudes befindliche Leuchtturm selbst noch in der Hauptstadt Uruguays zu sehen. In etwa aus der gleichen Zeit, nämlich aus dem frühen 20. Jahrhundert, stammt auch der Palacio San Martín, der nach einem südamerikanischen Nationalhelden benannt ist und heute vom argentinischen Außenministerium für festliche Empfänge genutzt wird. Bei einem Besuch in Buenos Aires sollte man sich auch nicht zwei weitere Bauwerke entgehen lassen. Zum einen ist es der Argentinische Kongresspalast – ein imposantes Gebäude mit vielen Bronzestatuen und prächtigen Kronleuchtern. Nicht minder beeindruckend ist die Kathedrale, deren Architektur mehrere Stile aufweist. Einige der Ausstattungsgegenstände stammen aus der Kolonialzeit, zum Beispiel eine Skulptur eines portugiesischen Künstlers aus dem 17. Jahrhundert. InBuenos_Aires_-_Monumento_Bartolome_Mitre Buenos Aires gibt es auffallend viele Denkmale. So zum Beispiel das Monument zum Gedenken an den General Belgrano, dessen Todestag heutzutage in Argentinien ein gesetzlicher Feiertag ist oder das Denkmal Monumento de los Dos Congresos, welches an den 100. Jahrestag der argentinischen Unabhängigkeitserklärung erinnert. Den Aufenthalt in Buenos Aires dürfte ferner die Besichtigung solcher Objekte bereichern wie Confitería del Molino, einer Konditorei in Jugendstil-Architektur oder das Kavanagh-Gebäude, das mittlerweile auf der Liste der Nationalen Historischen Monumente Argentiniens steht.