Uzès

Uzès, eine kleine Gemeinde mit knapp 9000 Einwohnern, gehört fraglos zu den Orten, die Regionen wie die Provence und das Languedoc-Roussillion zu Südfrankreichs beliebtesten Reisezielen machen. Schon aus der Luft betrachtet weckt das auf einem Kalksteinhügel thronende Städtchen mittelalterliche Assoziationen und tatsächlich wird im einstigen Herzogtum die Geschichte lebendig und diese hat einiges zu erzählen. Die Entwicklung des 1965 restaurierten Städtchens geht auf keltische und römische Siedlungen zurück und im 5. Jahrhundert wurde Uzès zum Bischofssitz ernannt, was bis zur Französischen Revolution (1789 bis 1799) so blieb. Die Tatsache, dass das Uzès immer wieder als erstes Herzogtums Frankreich bezeichnet wird, rührt übrigens daher, dass mit Antoine de Crussol erstmals ein Herzog ernannt wurde, der nicht dem französischen Königshaus angehörte.

Markt in der historischen Altstadt

Besonders sehens- und erlebenswert ist die historische Altstadt von Uzès. Die Stadtmauer musste zwar mittlerweile Boulevards weichen, dem besonderen Flair tut das jedoch keinen Abbruch. Zahlreiche Geschäfte, Restaurants und Cafés sowie ein gemütliches Plätzchen auf den von Platanen beschatteten Boulevards laden immer zum Verweilen ein. Besonders empfehlenswert ist der Besuch der Altstadt am Samstag, denn dann findet auf dem Place aux Herbes, der auch eine beliebte Filmkulisse ist, der Wochenmarkt statt. Hier darf nach Herzenslust zwischen frischen Lebensmitteln der Region, Kleidung und ganz alltäglichen Gebrauchsgegenständen gestöbert und die eine oder andere landestypische Spezialität verkostet werden. Wer mit dem Auto anreist, ist allerdings besser bei Zeiten dort, denn Parkplätze sind rar, was auch daran liegt, dass der Markt von Uzès Besucher von weither anzieht.

Sehenswürdigkeiten

Neben dem Markt sind die weiteren Sehenswürdigkeiten von Uzès zugleich die steinernen Zeugnisse der Geschichte, so wie der Herzogspalast und die Kathedrale St-Théodorit, die Sitz des Bischofs war. Ihr Grundstein wurde im Jahr 1090 gelegt, nachdem der Sakralbau während der Religionskriege jedoch nahezu völlig zerstört wurde, musste 1621 mit dem Wiederaufbau begonnen werden. Von der ursprünglichen Kathedrale blieb lediglich der Tour Fenestrelle erhalten. Er ist der einzige runde Kirchturm Frankreichs und erinnert optisch an das in Pisa stehende Pendant. Zu den faszinierendsten Sehenswürdigkeiten von Uzès gehört jedoch die vor den Toren der Stadt gelegene Pont du Gard, ein römisches Aquädukt beeindruckenden Ausmaßes. Die gigantische Brücke, die damals zur Wasserversorgung der Stadt Nîmes gebaut wurde, führt auf 245 Metern Länge über den Fluß Gard (auch Gardonne) und ragt auf einer Höhe von 49 Metern drei Etagen empor.

Umgebung

Nur wenige Kilometer von Uzès entfernt finden sich zudem zahlreiche weitere lohnende Ausflugsziele, allen voran Avignon, Nîmes oder Arles. Und schon die Fahrt dorthin ist reizvoll, da Uzès, wie in der Provence und im Languedoc nicht anders zu erwarten, landschaftlich wunderschön gelegen ist und hier darf getrost das Klischee bemüht werden. Die unnachahmlichen Farben haben schließlich schon Picasso und Cézanne inspiriert und die malerische Kulisse, in der duftende und farbenprächtige Lavendelfelder, Olivenbäume und Weinreben vorherrschen, dürfte ein Übriges dazu getan haben. Da trifft es sich gut, dass in und um Uzès zahlreiche Ferienhäuser auf Gäste warten, die sich ebenfalls vom Charme dieser Region verzaubern lassen möchten.

Voller Liebreiz und Geheimnis: die Provence

Frankreich wirkt als Urlaubsland zwar nicht nur, aber besonders auf die Deutschen sehr anziehend. UndProvence zu den Reisezielen, die sich großer Beliebtheit erfreuen, gehört auf jeden Fall die Provence. Hierbei handelt es sich um eine Region im Südosten Frankreichs, die im Osten an Italien, im Westen an das Rhonetal und im Süden an das Mittelmeer grenzt. Die hohe Popularität verdankt dieser französische Landstrich der herrlichen Landschaft, den interessanten Städten sowie der bildschönen Küste. Wer sich nach charmanter Landidylle und malerischen Landschaften sehnt, der ist in der Provence sicher an der richtigen Adresse. Dabei ist es nicht zuletzt auch das einzigartige Licht, welches immer wieder nicht nur Künstler begeistert. Das provenzalische Landschaftsbild gibt sich recht vielfältig und reicht von riesigen Lavendel-Feldern und fruchtbaren Weinbergen über Flusslandschaften und wilde Schluchten bis hin zu schroffen Bergformationen. Geradezu zauberhaft muten die vielen kleinen Dörfer an, mit den typischen kleinen Gassen. Eines der am meisten sehenswertesten dürfte das Bergdorf Gordes sein, welches über dem Tal eines Flusses auf einem Felsen thront.

Provence2Nicht minder sehenswert sind natürlich auch die Städte, so zum Beispiel mit fast einer Million Einwohner die größte von ihnen – Marseille. Die alte Hafenstadt wurde 2013 zur Kulturhauptstadt Europas gewählt und so darf der Besucher auch zurecht so einige kulturelle Leckerbissen erwarten. Die Auswahl an Museen lässt sich beispielsweise durchaus sehen und Interessenten an historischen Bauwerken werden ebenfalls auf ihre Kosten kommen. Hierbei sollte man sich etwa die im neuromanisch-byzantinischen Stil erbaute Marien-Wallfahrtskirche Notre-Dame de la Garde nicht entgehen lassen oder die Festung Château d’If, welche einst als Gefängnis diente. Allerdings sollten Freunde der historischen Architektur noch mehr in Arles fündig werden. Die über 20 Kilometer von der Küste entfernte Stadt weist eine Vielzahl von antiken und mittelalterlichen Monumenten auf. Zu den wichtigsten von ihnen gehört das im 1. Jahrhundert erbaute römische Amphitheater, welches heute unter anderem für Musikveranstaltungen oder Theateraufführungen genutzt wird. Absolut sehenswert ist ferner die romanische Kirche St-Trophime mit dem rund 40 Meter hohen Kirchturm, welche mit zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört.

Wenn man von der Provence spricht, dann darf schließlich auch nicht die Camargue unerwähnt bleiben. Das über 80.000 Hektar große Gebiet besticht durch seine außergewöhnliche Landschaft, die aus flachen Seen, Sümpfen und Salzwiesen besteht. Viele Vogelarten finden hier ein Zuhause, wobei die bekannteste sicher der Flamingo ist. Ein weiteres Wahrzeichen der Camargue sind die rustikalen weißen Pferde.

Nur für Badeurlaub viel zu schade: Korsika

Inselurlaub ist eine feine Sache und in Europa mangelt es diesbezüglich auch nicht an attraktiven Zielen.Korsika Auch unser Nachbarland Frankreich kann uns zum Beispiel mit Korsika durchaus etwas bieten. Diese Mittelmeerinsel liegt vor der Westküste Italiens, nördlich von Sardinien und ist mit rund 8.600 Quadratkilometern die viertgrößte im Mittelländischen Meer. Da etwa ein Drittel der über 1.000 Kilometer langen Küste aus Strand besteht, ist Korsika nicht zuletzt eine sehr geeignete Destination für einen erholsamen Badeurlaub. Besonders schöne Sandstrände findet man an der Ostküste, beispielsweise in Favone mit seichtem Wasser und einer ca. 700 Meter breiten Sandbucht. Zu empfehlen ist ferner der weißer Sandstrand von Cannella mit dem kristallklarem Wasser, der auch für Familien mit Kindern eine gute Adresse ist. Herrliche Badestrände gibt es auch südlich von Bastia, auf denen man hier und da mal selbst in der Hochsaison ein einsames Plätzchen findet. Die Westküste ist dagegen für das typische Strandvergnügen weniger geschaffen, dafür spricht sie aber umso mehr Naturliebhaber und Sportler an. Dabei bieten die vielen Buchten für Taucher eine großartige Möglichkeit, um die Unterwasserwelt zu erkunden. Und die gewaltigen Felsformationen werden nicht nur den passionierten Landschaftsfotografen in Begeisterung versetzen.

Korsika ist insgesamt recht gebirgig, da mehr als 80 Prozent Bergland ist. Mit einer durchschnittlichen Höhe von fast 570 Metern ist sie gleichzeitig die gebirgigste Mittelmeerinsel. Nicht weniger als 50 derBerg auf Korsika Berge sind über 2.000 Meter hoch. Kein Wunder also, dass die Insel ein El Dorado für Bergsteiger und Kletterer ist. Ebenso beliebt ist sie ferner bei Golfern, Pferdefans und Wanderern, denen rund 2.000 Kilometer lange Wanderwege in fantastischen Naturlandschaften zur Verfügung stehen. Auch Gourmets werden die mediterrane Küche auf Korsika zu schätzen wissen. Neben Wurst und Fleisch sind es hier verschiedene Käsesorten, die zu den Spezialitäten zählen, wobei auf die Zugabe von Kräutern ein großer Wert gelegt wird. Um Kultur zu erleben, lohnt auf jeden Fall der Besuch in der an der Westküste gelegenen Hauptstadt Ajaccio. Besonders sehenswert dürfte hier etwa die Mitte des 19. Jahrhunderts von Napoleon III. errichtete Kaiserliche Kapelle sein. Eine Besichtigung wert ist aber auch die Notre-Dame-du-Mont-Carmel aus dem 17. Jahrhundert oder die alte Zitadelle.

Paris oder wo Verliebte, Gourmets und Kulturfreaks zusammentreffen

Pariser Charme und Leichtigkeit

Welche andere Stadt kann sich rühmen, so oft besungen worden zu sein wie Paris? Und auch findet sich wohl keine andere, über die schon soviel geschrieben worden ist. Es ist die Stadt der Liebe – hier wird Romantik groß geschrieben, weshalb Paris nicht zuletzt bei verliebten Paaren so beliebt ist. Aber natürlich nicht nur, denn die französische Hauptstadt zieht alle möglichen Typen von Touristen an, einfach deshalb weil ein Besuch dort ein besonderes Erlebnis ist. Gleichgültig, aus welcher Ecke der Welt die Besucher kommen – sie sind von dem einzigartigen Flair fasziniert. Paris steht für berühmte Bauwerke, edle Einkaufspassagen, schillernde Vergnügungsviertel und charmante Cafes, vor allem aber für ein Lebensgefühl, welches von Offenheit und Leichtigkeit geprägt ist.

Paris entdecken

Der Aufenthalt in Paris lässt sich auf verschiedene Arten gestalten. Nicht wenige entscheiden sich für einen Kurztrip zum Shoppen, ist es doch die Modestadt schlechthin. Dabei handelt es sich oft um organisierte Busreisen mit 1-2 Hotelübernachtungen. Da könnte man schon fast sagen: besser als nichts. Aber es ist doch fraglich, ob man innerhalb so kurzer Zeit diese Weltmetropole auch nur annähernd kennenlernen kann. Eine bessere Idee scheint es da, ein (idealerweise) zentral gelegenes Appartement zu mieten und sich dort täglich aufs Neue auf Entdeckungstour in dieser aufregenden Stadt zu begeben. Und da sollte man schon in der Tat etwas mehr Zeit dafür einplanen als nur ein Wochenende, denn zu sehen gibt es in Paris mehr als genug.

Wichtige Kulturhighlights

Die Stadt an der Seine bedeutet nicht nur Haute Couture und kulinarische Genüsse – sie ist zudem auch das kulturelle Zentrum Frankreichs und als solches macht es seinem Namen alle Ehre. Die Menge an Sehenswürdigkeiten ist schier überwältigend. Zu den bekanntesten gehört der weltberühmte Eiffelturm, der mit über 300 Meter Höhe gleichzeitig das höchste Bauwerk in Paris ist und als Wahrzeichen für ganz Frankreich gilt. Ganz oben auf der Liste steht natürlich auch der Louvre – ehemals Königspalast und heutzutage ein Museum, welches zu den meistbesuchten auf der ganzen Welt gehört. Aber wenn schon eine Besichtigungstour in Paris ansteht, dann darf selbstverständlich Notre Dame nicht fehlen.

Rainer Sturm / pixelio.de
Pixelio

Dieses monumentale Bauwerk zählt zu den berühmtesten Kirchen weltweit und sorgt bei den Besuchern immer wieder für ehrfurchtsvolles Staunen…