Ligurien: eine vielseitige Ferienregion in Bella Italia

Verglichen mit so manchem Urlaubsgebiet erscheint Ligurien gerade mal als ein schmaler Landstrich, doch hat diese Küstenregion im Nordwesten Italiens durchaus einiges zu bieten. Was sie nicht zuletzt für Viele so attraktiv macht, ist der Umstand, dass hier Meer und Berge nah beieinander liegen. Somit ist es ohne Weiteres möglich, den klassischen Strandurlaub mit diversen Outdoor- und Bergaktivitäten zu verbinden. Diesen kann man in Ligurien in fantastischen Naturlandschaften nachgehen.

Gut zwei Drittel der Fläche ist von Wald bedeckt. Es gibt mehrere Naturparks, so zum Beispiel Aveto in der Provinz Genua. Der rund 3.000 Hektar große Park weist eine reiche Flora und Fauna auf. Neben Buchsbaum und Saumfarn findet man hier unter anderem Erlen, Buchen und Manna-Eschen vor. Dabei gelten einige der Bäume sogar als Naturdenkmal, etwa ein Riesenmammutbaum. Zu den am meisten vertretenen Tierarten zählen diverse Amphibien, Steinadler, Turmfalken, daneben aber auch Füchse, Rehe, Steinmarder oder der Apennin-Wolf. Ebenfalls gehören zu diesem Naturpark verschiedene Feuchtgebiete und Glazialseen. Das Landschaftsbild Liguriens ist vor allem durch Berge und Hügel geprägt. Dabei erreichen die höchsten Erhebungen eine Höhe von mehr als 2.000 Meter über Null. Auch die ligurische Küste gibt sich oft felsenreich und steil. Doch die langen Sandstrände und romantische Buchten machen sie zu einer sehr beliebten Baderegion. Diese wird auch die italienische Riviera genannt.

Zu den bekanntesten Ferienorten zählt zum einen Portofino mit dem malerischen Hafen und der bunten640px-Portofino Unterwasserwelt, die für Taucher einen echten Hotspot darstellt. Populär ist ferner Alassio mit dem ca. 3 Kilometer langen, schmalen Sandstrand und den vielen Sehenswürdigkeiten. Zu ihnen zählen neben mehreren Ausgrabungsstätten, zwei alte Beobachtungstürme sowie zahlreiche Kirchen. Sehr sehenswert 180px-Genoa_towersist beispielsweise die aus dem frühen 13. Jahrhundert stammende Madonna della Guardia, die sich, auf einem Berg befindend, über die Ruinen einer mittelalterlichen Burg erhebt. Nicht weniger interessant ist auch die Kirche die Sant Ambrogio aus dem späten 16. Jahrhundert mit ihrem, mit bemerkenswerten Giebeln versehenen, Glockenturm. Nicht unerwähnt darf auch Genua bleiben, ist es doch die Hauptstadt von Ligurien. Charakteristisch für diese italienische Metropole sind die vielen Prachtbauten teils im Renaissance-, teils im Barockstil. Bekannt ist auch der Hafen, welcher zu den aktivsten am Mittelmeer zählt. Überhaupt hat Genua jede Menge an Sehenswürdigkeiten vorzuweisen. Eine wahre Attraktion ist der sehr alte Leuchtturm, der mit 76 Metern Höhe als der höchste in ganz Europa gilt. Interessant zu besichtigen sind sicher auch die vielen Burg, beispielsweise die in rund 700 Meter Höhe gelegene Forte Sperone, die heutzutage schon mal für diverse Veranstaltungen genutzt wird.

 

Familienurlaub am Gardasee – Garantiert ohne Langeweile

Der norditalienische Gardasee zwischen der Alpensüdseite und der Poebene gehört mit 370 km² Wasserfläche zu den größten Sportrevieren Europas; insbesondere Segler, Surfer, Mountainbiker und Kletterer finden hier ideale Bedingungen zur Ausübung ihrer Sportarten vor. Als Ferienregion ist der Gardasee aber auch für einen Urlaub mit der Familie interessant, zwei gute Gründe dafür stellen die schnelle Erreichbarkeit und die vorhandene touristische Infrastruktur dar. Die Urlaubsgäste haben die Wahl aus einer Fülle von Freizeitmöglichkeiten, die alle Altersschichten und Interessen ansprechen. Ebenso groß ist die Auswahl an familienfreundlichen Unterkünften in Pensionen, Ferienhäusern oder -wohnungen, wobei Urlaubsdomizile am Südende und am Ostufer des Sees von Familien bevorzugt werden für einen Gardaseeurlaub. Für einen ersten Überblick ist eine Seerundfahrt auf der Uferstraße Gardesana zu empfehlen. Die Gäste können so die Ferienorte mit teils mittelalterlichen Stadtzentren kennen lernen und Besichtigungen von sehenswerten Kirchen oder typischen Scaligerburgen in Riva del Garda, Malcesine, Torri del Benaco und Sirmione planen.

Urlaub am Gardasee

Bei einem Badeurlaub sind Gewässergüte, Ausstattung der Strände und Familienfreundlichkeit sehr wichtige Faktoren. In dieser Hinsicht weist der fjordartige Gardasee als Alpensee mit wenig Schiffsverkehr keine Mängel auf. Zur Sicherheit der Schwimmer müssen Motorboote einen Mindestabstand von 300 m zum Ufer bzw. zu den Badezonen einhalten, im nördlichen Teil ab Malcesine sind Sportboote mit Motor grundsätzlich verboten. Flache Sand- und Kiesstrände erstrecken sich überwiegend entlang des Ostufers und rund um das südliche Ende des Sees, wo sich auch die meisten Campingplätze direkt am Wasser befinden; auf öffentlichen Stränden können Badegäste die sanitären Einrichtungen von Bars und Restaurants benutzen. Besonders empfehlenswert für Familien sind in Riva del Garda die Strandabschnitte Spiaggia Sabioni und Spiaggia dei Pini, der schönste Kiesstrand von Garda ist die kostenpflichtige Baia delle Sirene mit Restaurant, Spielplatz, Umkleidekabinen und Duschen. Ein Paradies für Kinder stellt der 10 km lange Uferstreifen von Manerba del Garda dar; die Eiscafés und Spielplätze der Strandpromenade sind ebenso beliebt wie ein Spaziergang zu den Badestellen auf der Zypresseninsel San Biagio, die bei Niedrigwasser zu Fuß erreicht werden können.

Rund um den Gardasee liegt eine Vielzahl lohnender Ausflugsziele, dazu gehören die mittelalterliche Ortschaft Canale di Tenno mit dunkelgrünem Gebirgssee und Wasserfall sowie die beiden Aussichtspunkte Rocca di Garda und Rocca di Manerba. Von Malcesine führt eine Seilbahn mit drehbaren Gondeln auf den Monte Baldo, dessen Nationalpark eine außergewöhnliche Pflanzenwelt aufweist. Das Bergmassiv ist ein beliebtes Revier für Wanderer, Mountainbiker und Drachenflieger, außerdem gibt es noch zwei Hochseilgärten für Familien und Fortgeschrittene. Mehr Abwechslung bieten der Vergnügungspark Gardaland in Castelnuovo del Garda, der Safaripark von Bussolengo und die Go-Kart-Bahn in Lonato. Eine Hochburg der Freizeitparks bildet der Ort Lazise mit Movieland Studios, Acqua Paradise, Caneva World und Medioeval Times. Bei schlechtem Wetter wärmt das Wasser des Thermalzentrums Sirmione, während die Jugendlichen die Disco-Welten in Desenzano del Garda bevorzugen. Zu den kulinarischen Höhepunkten am Gardasee zählen neben den Weinen von Valpolicella und Bardolino die zahlreichen Hafenrestaurants wie die Trattoria Bell’Arrivo in Torri del Benaco; hier gibt es immer fangfrischen Fisch aus dem See und für Kinder ihr Lieblingsessen – Spaghetti Bolognese.

Sardinien oder wenn das Meer smaragdgrün funkelt

Für Strandurlaub-Liebhaber bietet das Mittelmeer bekanntlich viele schöne Ziele und dabei wird man sicherlich auch Sardinien ins Auge fassen. Die fast 25.000 Quadratkilometer große Insel gehört zu Italien und liegt gut 200 Kilometer vor der italienischen Westküste, durch das Tyrrhenische Meer getrennt. Sie ist etwa 270 Kilometer lang, während die Breite ca. 140 Kilometer beträgt. Sardinien zählt etwas mehr als 1,5 Millionen Einwohner, wobei neben der italienischen Sprache auch der sardische, korsische oder katalanische Dialekt gesprochen wird.

Auf dieser Mittelmeerinsel herrscht vorwiegend mediterranes Klima vor und das bedeutet, dass es zwischen Anfang Juli und Ende August schon mal unerträglich heiß werden kann. Wer bis zu 40 Grad gut vertragen kann, der wird sich dann allerdings auch über das entsprechend angenehm warme Meer freuen. Wer milde Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad vorzieht, der plant seinen Urlaub besser für die Monate April, Mai, Juni oder September, eigentlich eine ideale Zeit, um an diversen Freizeit- oder Sportveranstaltungen teilzunehmen. Doch selbst dann braucht man auf das Meervergnügen nicht gänzlich verzichten, reicht doch die Badesaison teilweise bis in den Oktober hinein.

Die Landschaft auf Sardinien ist recht abwechslungsreich und zum größten Teil bergig, jedoch gibt es nur wenige hohe Gipfel. Die Insel verfügt über auffallend viele Natursehenswürdigkeiten, etwa die aus dem Meer ragenden roten Felsen von Arbatax. Interessant zu besichtigen ist auch die Grotta del Bue Marino – ein aus zwei Teilen bestehendes Höhlensystem mit zahlreichen Tropfsteinformen und Felszeichnungen aus der Jungsteinzeit. Eine nette Idee für einen Ausflug stellt ferner die Neptungrotte dar, welche einen Meter über dem Meeresspiegel liegt und daher entweder nur per Boot oder über 600 Stufen zu erreichen ist; sowie der sogenannte Elefantenfels – ein paar Meter hoher Felsbrocken, der, wie der Name schon sagt, einem Elefanten ähnelt.

Doch für Badefans dürfte Sardiniens, über 1.000 Kilometer lange, Küste vom größten Interesse sein. 640px-Orosei-Osala_beachZu den bekanntesten Abschnitten zählt zum einen die Costa Smeralda im Nordosten, die den Namen wegen des smaragdfarbenen Meerwassers trägt. Sie zeichnet sich sowohl durch zerklüftete Granitfelsen als auch durch hübsche Sandstrände aus. Dies trifft ebenfalls auf die grüne Küste Sardiniens, die Costa Verde im Südwesten, zu. Diese verdankt ihren Namen wiederum der herrlichen grünen Natur, die es drumherum gibt. Wer außer einem schönen Strand auch noch die eine oder andere romantische Bucht wünscht, der findet jede Menge davon an der Südküste, der Costa del Sud.

Kalabriens herrliche Küste

Am südlichsten Zipfel Italiens liegt die herrliche Urlaubsregion Kalabrien. Im Westen vom Tyrrhenischen Meer, im Süden und Osten vom Ionischen Meer begrenzt bietet diese süditalienische TropeaRegion mit einer fast 800 Kilometer langen Küste die optimalen Bedingungen für einen entspannten Badeurlaub. Dazu darf sich Kalabrien zu jenen europäischen Regionen mit den meisten Sonnenstunden zählen. Die meisten dürfen zwischen Juni und August erwartet werden, dann scheint die Sonne hier nämlich rund 10-11 Stunden durchschnittlich pro Tag. Geprägt vom mediterranen Klima ist es an den Küsten in den Sommermonaten recht heiß und trocken, während in den Bergen die Temperaturen deutlich niedriger sind und im Winter mit Schnee zu rechnen ist.
Die Westküste ist nicht nur landschaftlich besonders reizvoll; einfach traumhaft sind überdies die weißen Sandstrände mit dem azurblauen Meer und den idyllischen Buchten. Zu den schönsten Badeorten am Tyrrhenischen Meer gehört zweifellos Tropea im südlichen Teil der Westküste. Der gerade mal gut 6.000 Einwohner zählender Ort liegt auf einem Felsvorsprung über dem Meer und
bietet außer herrlichen Stränden auch noch so einige Sehenswürdigkeiten. So zum Beispiel eine normannische Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert oder die beeindruckenden Adelspaläste. Auch mangelt es nicht an gastronomischen Angeboten, wobei die berühmte rote Zwiebel von Tropea natürlich fehlen darf.

Ebenso beliebt ist das weiter südlich gelegene Capo Vaticano. Zweihundert Meter über dem Meer gelegen bietet es einen weiten Blick über das türkisblaue Meer und die Küsten. Wem das Strandvergnügen allein nicht genügt, der findet hier optimale Bedingungen für Wandertouren oder Mountainbiken. Weitere schöne Ferienorte an der Westküste von Kalabrien sind etwa Santa Domenica mit feinsandigen Stränden, welche über einen flachen Einstieg ins Wasser verfügen. Oder der sagenumwobene Ort und ehemaliges Fischerdorf Scilla. Heute ist die kleine Stadt, an der Straße von Messina gelegen, ein moderner Badeort, der auf Touristen eingerichtet ist. Dennoch fehlt es auch nicht an kulturellen Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die Kirche aus dem 18. Jahrhundert Chiesa dello Spirito Santo oder die Burg Kastell Ruffo. Kalabrien

Doch auch die Ostküste Kalabriens hat so ihre eigenen Reize. Sehenswert ist beispielsweise die Provinzhauptstadt Crotone. Hier erwartet den Besucher nicht nur eine einzigartige Küstenlandschaft und hübsche Strände mit bester Wasserqualität sondern auch solche historischen Sehenswürdigkeiten wie die Festung Castello di Carlo V aus dem 9. Jahrhundert oder der Dom S. Maria Maggiore aus dem 13. Jahrhundert.