Costa del Sol – mehr als nur sonnige Strände

Die andalusische Sonnenküste, besser auch als Costa del Sol bekannt, ist stolze 300 km lang und ist mit zahlreichen Stränden ausgestattet, die so vielfältig sind, dass hier auch der verwöhnteste BadetouristTorremolinos_beach garantiert fündig wird. Es gibt welche, auf denen sich bekanntlich stets viele Menschen tummeln und solche mit einem geringen Publikumsaufkommen. Es existieren Textil- ebenso wie FKK-Strände; einige sind einsam gelegen, wiederum andere liegen in der Stadt. Doch ihnen allen ist gemeinsam, dass sie aus feinstem Sand bestehen und von kristallklarem Wasser umspült werden. Verständlich also, dass ausgerechnet diese Region Spaniens ein weltweit bekanntes und beliebtes Urlaubsziel ist. Doch Costa del Sol nur auf die, wenn auch wunderschönen, Strände zu reduzieren hieße, den dahinter liegenden Städten nicht die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken.

Da sei zum Beispiel Malaga zu nennen, die gleichzeitig quasi den Mittelpunkt der Costa del Sol darstellt. Es handelt sich um eine sehr alte Stadt, die schon mehrere Jahrhunderte vor unserer Ära gegründet360px-Torre_de_La_Alcazaba wurde und dementsprechend auch über interessante historische Sehenswürdigkeiten verfügt, von denen Alcazaba, eine maurische Festung sowie die alte Kathedrale La Manquita zu den bekanntesten gehören dürfen. Fast obligatorisch sollte auch der Besuch in dem Picasso-Museum sein, welches dem weltbekannten Stadtsohn – dem Maler Pablo Picasso gewidmet ist. Wenn man Costa del Sol weiter Richtung Süden erkundet, dann wird man auch nicht Marbella verfehlen können. Zwar ist der Ort mit rund 130.000 Einwohnern nicht gerade eine Metropole, aber dennoch international bekannt, vor allem wegen der „Reichen und Schönen“. Hier ist schon alleine der exklusive Yachthafen mit den vielen luxuriösen Yachten absolut sehenswert. Und wer mit einem Ferienhaus an der Costa del Sol liebäugelt und nicht gerade zu der Elite der Wohlhabenden zählt, der sollte lieber etwas abseits von Marbella nach seiner Traum-Ferienunterkunft Ausschau halten. Sehr interessant könnte zum Beispiel die noch weiter südlich gelegene Stadt Estepona sein. Dieser Ort hat immerhin gut 20 Kilometer Küstenlinie, ist also schon mal optimal in Bezug auf das Strandleben. Aber Estepona hat darüber hinaus so manchen kulturhistorischen Leckerbissen zu bieten, etwa eine Reihe von Türmen, die Teil der ehemaligen Verteidigungsanlage waren, ein altes Schloss, einen imposanten Uhrturm sowie eine schöne alte Kirche. Von den diversen Museen, die es in der Stadt gibt, ist vor allem das Stadtmuseum sehenswert, welches in der Stierkampfarena untergebracht ist. Im Sommer finden zudem verschiedene Volksfeste statt, dann sind die Straßen recht belebt – sowohl tagsüber als auch des Nachts.

Einige Tipps für den Urlaub in Andalusien

Unbeschwerte Badefreude

Mit Andalusien verbindet man feurigen Flamenco, rassige Pferde und natürlich Sonne pur. Und da ist auch schon das Stichwort gefallen, denn an der Küste werden pro Jahr bis zu 3.000 Sonnenstunden erreicht, mit Temperaturen, die im Hochsommer nicht selten bei über 30 Grad liegen und das heißt: optimale Voraussetzungen für einen Strandurlaub. Und Strände sind in der südlichsten spanischen Region beileibe keine Mangelware. Hierbei kommt es aber darauf an, welcher Typ vom Standurlauber man ist. Denn wer einen typischen Badeurlaub in Andalusien bevorzugt, der ist wohl an der Costa del Sol am besten aufgehoben. Ist doch zum Baden das Mittelmeer normalerweise besser geeignet als der Atlantik. Und wer dann auch noch mit Kindern den Urlaub in Andalusien verbringt, für den dürfte zum Beispiel die Playa Malapesquera in der Provinz Malage genau richtig sein. Dieser Sandstrand von rund 700 Meter Länge und 50 Meter Breite ist familienfreundlich und es gibt hier viele Freizeitangebote sowie sportliche Animationen. Ein weiterer schöner Sandstrand ist die Playa Las Arenas in Torre del Mar. Mit dunklem Sand, mittelstarkem Wellengang und diversen Serviceangeboten ist er sicherlich ein passender Ort, damit die Badelaune so richtig aufkommt.

Wo es Wassersportler einfach cool finden

Wer hingegen Andalusien als Urlaubsziel gewählt hat, um hier Wassersport zu treiben, der dürfte stattdessen gezielt die Costa de la Luz ansteuern. Ist doch diese Küste am Atlantischen Ozean gelegen, geradezu berühmt wegen der ausgezeichneten Windbedingungen und diese sind nun mal entscheidend für solche Wassersportaktivitäten wie Kiten oder Windsurfen. In diesem Zusammenhang sollte der Küstenort Tarifa erwähnt werden, wo nicht nur regelmäßig Hochleistungssportler eintreffen, um gegeneinander anzutreten, sondern wo auch der begeisterte Amateur die Möglichkeit hat, einen der vielen Surfkurse zu belegen.

Die vielfältige Naturlandschaft Andalusiens erleben

So traumhaft die Strände in Andalusien auch sein mögen – diese spanische Region hat einfach noch viel mehr zu bieten.

Djscho ( Joachim Frewert )  / pixelio.de Pixelio

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Dazu gehören

vor allem auch die fantastischen Landschaften, wie sie etwa in einen der andalusischen Naturparks zu bestaunen sind. An dieser Stelle sei als Beispiel der Parque Natural Cabo de Gata genannt, ein Biosphärenreservat mit 38.000 ha Landfläche und rund 12.000 ha Meeresreservat westlich der Sierra Nevada. Eingefriedete Sandstrände vermischen sich hier mit schroffen Klippen und kargen, wüstenähnlichen Landstrichen und bilden somit eine herrliche Naturkulisse zum Wandern oder Mountainbiken. Hier entdeckt man eben Andalusien von einer ganz anderen Seite und diese ist sicher nicht minder sehenswert als die sonnenreiche Badeorte mit dem türkisblauen Meer.