Nordatlantikküste – das unentdeckte Spanien

Mit einer Küste, die fast 5.000 Kilometer lang ist, bietet Spanien gleichzeitig den längsten Badestrand in Europa. Das wissen auch die sonnenhungrigen Urlauber zu schätzen und steuern gezielt dieses Land an, um dort herrliche Badeferien zu verbringen. In aller Regel ist es aber so, dass entweder die Mittelmeerküste oder die südliche Atlantikküste bevorzugt werden. Hierbei gibt es dann wohl unterschiedliche Meinungen, wo denn nun die schönsten Strände zu finden sind, aber es beschränkt sich eben auf die Küstenstrecke von Costa Brava angefangen bis hin zu Costa de la Luz im äußersten Süden. Dies führt aber auch dazu, dass diese Gegend, wohl von kleinen Ausnahmen abgesehen, leider nicht vom Massentourismus verschont geblieben ist.

Ganz anders dagegen stellt sich die Lage an der Nordatlantikküste dar. Hier sind es vornehmlichNordspanische Kueste Einheimische, die diese Region für den Urlaub nutzen. Das Klima unterscheidet sich von dem im Süden, da es stark vom Atlantik geprägt ist. Das bedeutet, dass es in den Sommermonaten nicht so heiß wird. Doch wer zum Beispiel im August hierher kommt, wird sicherlich optimales Badewetter vorfinden, ohne Gefahr zu laufen, unter starker Hitze zu leiden, wie man sie im Hochsommer typischerweise etwa an der Costa del Sol erlebt. Dabei hat das atlantische Klima noch einen weiteren Vorteil – dadurch, dass es hier insgesamt viel Niederschlag gibt, wird auch die Vegetation dementsprechend beeinflusst. Angesichts der dichtbewachsenen Wälder und sattgrünen Wiesen mag sich hier so mancher Tourist eher wie in Irland oder in der Schweiz vorkommen.

Costa VerdeAuch was das Strandleben an sich angeht, so kann sich die spanische Nordküste durchaus sehen lassen. Diese heißt zwar Costa Verde, aber genau genommen wird sie noch unterteilt in die Abschnitte Galicien, Asturien, Kantabrien und Baskenland. Und an wundervollen Sandstränden mangelt es keineswegs. Da gibt es zum Beispiel die Playa Joyel in Kantabrien, in der Nähe von Noja. Traumhaft ist aber auch der goldene Strand an der baskischen Küste in San Sebastian Playa de la Concha. Seinen Namen verdankt er übrigens der Bahia de La Concha, einer muschelförmigen Bucht. Noch mehr herrliche Strände gibt es in Asturien. In Llanes alleine sind es über 30, wobei wirklich für jeden Geschmack der passende Strand dabei sein sollte.
Abschließend lässt sich festhalten: wer bei seinem Badeurlaub dem Trubel entgehen möchte, wer einsame Strände mag, auf malerische Landschaften und unberührte Natur Wert legt, für den dürfte die Nordatlantikküste die bessere Alternative sein.