Naturschönheiten und Kuriositäten – das Welterbe der UNESCO

Die Liste des Welterbes der UNESCO ist recht lang. Da finden sich zahlreiche Länder der Welt und alsYellowstone eines der größten sind die USA natürlich mit entsprechend vielen Einträgen vertreten. Doch handelt es sich hierbei fast nur um Nationalparks, man nehme etwa das berühmte Weltnaturerbe Yellowstone Nationalpark mit seinem außergewöhnlichen Tier- und Pflanzenartenreichtum. Zu den wenigen Ausnahmen gehören etwa die Cahokia Mounds – eine prähistorische indianische Siedlung in der Nähe von St. Louis im Bundesstaat Illinois. Ähnlich wie in Stonehenge wird von dieser Stätte vermutet, dass sie unter anderem astronomischen Zwecken diente.
Bei vielen anderen Ländern ist es jedoch so, dass sich das Welterbe aus Natur und Kultur zusammensetzt. Dies können beispielsweise einzelne Bauwerke, Stadtviertel oder ganze Dörfer sein. Nicht selten ist es ein Altstadtviertel, welches es auf die UNESCO-Liste schafft. So zum Beispiel die Altstadt von Santiago de Compostela, der ehemaligen Hauptstadt des Königreichs Galizien und einem der wichtigsten Pilgerorte weltweit. Abgesehen von der Universität, dem Kloster San Martin Pinario und dem Palacio de Gelmirez ist es vor allem die imposante Kathedrale aus dem 11. Jahrhundert mit der prächtigen Innenausstattung, welche besonders sehenswert ist.

Mitunter werden ganze Regionen oder Gewässer zum Welterbe erklärt. Dies tritt auf das Wattenmeer genauso zu auf die Kurische Nehrung. Es handelt sich hierbei um einen rund 100 Kilometer langen Landstreifen an der Ostsee, der teils zu Litauen und teils zu Russland gehört. Während die breiteste Stelle der Nehrung knapp 4 Kilometer beträgt, ist die schmalste gerade mal über 300 Meter breit. Typisch für die Kurische Nehrung sind die großen Wanderdünen und wer dort verweilt, kommt sich vor wie in der Wüste, da dieser Landstreifen nur aus Sand besteht. Diese Naturbelassenheit und die Schönheit der Landschaft machen die Kurische Nehrung zu einem attraktiven Reiseziel. Auch eine Insel kann schon mal als Welterbe deklariert werden. So zum Beispiel Goree – ein kleines Eiland vor der Küste Senegals.Goree Auf Goree können unter anderem Kolonialhäuser bestaunt werden; interessant dürfte ferner der Besuch in dem Künstlerviertel sein. Ja, selbst Erdzeichnungen können den Titel des Welterbes tragen, vorausgesetzt sie sind so spektakulär wie die Nazca-Linien. Diese riesigen Geoglyphen stellen die Forscher immer noch vor ein Rätsel.

Welterbestätten als besondere Reiseziele

Auf der Liste des UNESCO-Welterbes stehen sage und schreibe weit über 900 Denkmäler. Es handelt sich um Stätten, die über den ganzen Globus verteilt sind und die sich durch absolute Einzigartigkeit auszeichnen. Egal ob Kulturdenkmäler oder Naturerbe und manchmal ist es gar eine Mischung aus beiden – es sind allesamt Orte, die zu den sehenswertesten der Welt überhaupt gehören. Und wenn man auf der Suche nach ganz besonderen Urlaubszielen ist, was läge da näher, als sich dabei dieser Liste zu bedienen. Im Folgenden sollen einige dieser Perlen kurz vorgestellt werden.
Da wäre zum Beispiel der Nationalpark Yosemite in Kalifornien,Yosemite Nationalpark welcher zu den ältesten in den USA gehört. Er erstreckt sich westlich der Sierra Nevada und seine Fläche beträgt gut 3.000 Quadratkilometer. Das Besondere an diesem Nationalpark sind seine schönen Bergtäler; so ist das im Zentrum gelegene Yosemite Valley der eindeutige Besucherliebling. Beeindruckend sind aber auch die steilen Wasserfälle, die senkrechten Granitwände, die zum Teil eine Höhe von 1.000 Metern erreichen sowie die gigantischen Mammutbäume, von denen einige ca. 2.000 Jahre alt sind. Es handelt sich alles in allem zweifellos um eine atemberaubende Landschaft, doch gibt es tatsächlich noch weitere Orte auf der Welt, bei denen es einem nicht weniger den Atem verschlägt. Ein solcher ist etwa die russische Halbinsel Kamtschatka mit ihren Vulkanen und Geysiren. So kann das Tal der Geysire, welches mit seinen rund 90 sprudelnden heißen Quellen die zweitgrößte Ansammlung von Geysiren weltweit ist, schon als ein richtiges Naturwunder bezeichnet werden.
Eine völlig andere Landschaft, doch nicht minder faszinierend, bietet sich auf Galapagos dar. Der Insel-Archipel, rund 1.000 Kilometer vor der Küste Ecuadors gelegen, weist eine erstaunliche landschaftliche Vielfalt auf mit wüstenartigen Lavafeldern und üppig-grünen Hügeln und Tälern. Auf Galapagos gibt es sechs verschiedene Vegetationszonen und dementsprechend abwechslungsreich ist auch die Pflanzenwelt. Doch noch fesselnder ist die Tierwelt – hier finden sich neben zahlreichen Vogelarten auch Seelöwen, Leguane, Geckos sowie Riesen-Schildkröten. Da es im Jahresverlauf nur zu geringen Temperaturschwankungen kommt, gibt es eigentlich nicht die sogenannte beste Reisezeit; die wunderschönen Inseln sind ganzjährig besuchenswert.
Eine weitere Stätte, die in der Liste des Welterbe verzeichnet ist, stellt die sagenumwobene Stadt Theben dar.Theben Dieses Kulturdenkmal zieht jährlich eine Menge von Touristen an, was angesichts der bedeutenden Sehenswürdigkeiten kein Wunder ist. In der ägyptischen Totenstadt können jahrtausendealte Zeugnisse einer untergegangen Hochkultur bestaunt werden. So zum Beispiel der Totentempel des Ramses III., eines großen Pharao, der einer Verschwörung zum Opfer gefallen sein soll. Zu weiteren wichtigen Sehenswürdigkeiten in Theben zählen etwa das Tal der Königinnen oder die Memnonkolosse – zwei gigantische Steinstatuen, die den König Amenophis III. darstellen.